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Freistellungsauftrag - Abgeltungssteuer - Tagesgeld

Der Freistellungsauftrag ist wichtig. Wird er nicht eingereicht, führt die Bank für jeden Cent des Zinsgewinns Steuern ab – die so genannte Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit Freistellungsauftrag bleibt die Rendite bis zur vereinbarten Summe steuerfrei und fließt erst dann Geld an das Finanzamt, wenn dieser Betrag überschritten wird. Wenn beispielsweise ein Freistellungsauftrag über 400 Euro gestellt und ein Zinsertrag von 600 Euro erwirtschaftet wurde, greift die Abgeltungssteuer nur für 200 Euro des Zinsgewinns.

Freibetrag

Ledige dürfen Freistellungsaufträge über insgesamt maximal 801 Euro, den Sparerpauschbetrag, einreichen. Ehepaaren steht die doppelte Summe zu, also 1.602 Euro. Dabei kann frei entschieden werden, wie dieser Betrag aufgeteilt wird. Für jede Bank, bei der ein Konto oder eine Geldanlage vorhanden ist, sollte nach Möglichkeit ein eigener Freistellungsauftrag ausgefüllt werden. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, den Betrag der aktuellen Situation anzupassen, solange die Obergrenze nicht überschritten wird.

Freistellungsauftrag aufteilen

Dabei bietet es sich an, nach Ertrag vorzugehen. Das bedeutet: Für die Geldanlage mit dem höchsten Gewinn wird auch der höchste Freistellungsauftrag ausgestellt. Für ein einfaches Girokonto, das nicht verzinst wird, benötigt man überhaupt keinen Freistellungsauftrag, weil kein Gewinn erwirtschaftet wird. Endet die Anlage oder wird das Geschäftsverhältnis gekündigt, darf nicht vergessen werden, auch den Freistellungsauftrag zu beenden bzw. zu löschen.