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Restschuldversicherung - Restkreditversicherung

Was ist eine Restschuldversicherung und in welchen Fällen ist sie sinnvoll?

Viele Banken verlangen für die Absicherung des Kredites den Abschluss einer so genannten Restschuldversicherung bzw. Restkreditversicherung. Diese soll dazu dienen, im Falle des Ablebens des Kreditnehmers, die noch bestehenden Forderungen aus Krediten an die Bank zurückzuzahlen.

Diese Restschuldversicherung ist eigentlich eine Risikolebensversicherung. Der Abschluss dieser Versicherung kann in einigen Fällen sinnvoll sein, in anderen Fällen den Kredit nur unnötig verteuern.

Sinnvoll ist eine Restschuldversicherung bei der Aufnahme eines Kredites für eine Hausfinanzierung. Da bei dem Bau eines Hauses in der Regel eine relativ hohe Kreditsumme benötigt wird und die Abzahlung meist über zwei oder drei Jahrzehnte läuft, ist es durchaus zu empfehlen, zur Absicherung der Angehörigen eine solche Versicherung abzuschließen. Fällt zum Beispiel das Einkommen des Haupternährers der Familie durch seinen Tod aus, so übernimmt die Restschuldversicherung die Bezahlung aller noch bestehenden Forderungen der Bank.

Da sich durch die monatlichen Zahlungen die Kreditsumme ständig verringert, sinken auch im Laufe der Jahre die monatlichen Beiträge für die Restschuldversicherung.

Restschuldversicherung ist optional - darf keine Pflicht sein

Es gibt immer wieder Banken, die ihren Kunden, bei der Aufnahme von Kleinstkrediten suggerieren, dass der Abschluss einer Restschuldversicherung für die Kreditvergabe zwingend notwendig ist. Dieses Verhalten ist illegal. Eine Restschuldversicherung kann maximal als Option zum Kreditvertrag angeboten werden und der Kreditnehmer kann sich auch gegen diese entscheiden. In der Regel ist dies auch sehr sinnvoll, da eine Restschuldversicherung den effektiven Jahreszins im Allgemeinen erheblich erhöht. Es können Zinssätze von 15 bis 30% dadurch entstehen. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Restschuldversicherung bei Kleinst-und Kleinkrediten nicht sinnvoll ist.

Sollte sich eine Bank bei Ihnen ähnlich äußern, so fragen Sie doch mal, ob die Kosten für die Restschuldversicherung bereits im effektiven Jahreszins berücksichtigt sind und falls nicht, wie hoch dieser, inklusive der Kosten für die Versicherung, wäre.