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Kreditzins - Effektivzins - Nominalzins - bonitätsunabhängige Kredit Zinsen

Was ist der Unterschied zwischen Effektiv- und Nominalzins?

Der Zinssatz ist das ausschlaggebende Kriterium bei der Suche nach einem günstigen Ratenkredit. Dabei arbeiten Banken mit zwei Werten: dem Nominalzins und dem Effektivzins. Beide sind gleichermaßen wichtig, unterscheiden sich aber elementar. Für die Kreditentscheidung kommt es einzig und allein auf den effektiven Zinssatz an, in dem der Nominalzins enthalten ist. Damit steht der Effektivzins für die Gesamtkosten, die für ein Darlehen aufzubringen sind.

Nominalzins

Der Nominalzins ist nichts anderes als der reine Kreditzins. Er spiegelt den Zinssatz wider, der für den Kredit bezahlt werden muss. Gebühren und sonstige Kosten, die von der Bank für die Kreditvergabe berechnet werden, sind hier noch nicht berücksichtigt. Der Nominalzins sagt daher noch nichts darüber aus, wie teuer oder günstig ein Kredit ist. Denn selbst, wenn zwei Banken mit dem gleichen Nominalzins werben, stehen nachher vollkommen unterschiedlichen Raten in den Angeboten, weil die jeweiligen Gebührenstrukturen anders aufgebaut sind und zu einem anderen effektiven Zinssatz führen.

Effektivzins

Bei einem Kreditvergleich kommt es deshalb ausschließlich auf den Effektivzins an. Die Preisangabenverordnung verpflichtet Banken dazu, den effektiven Zins und damit den eigentlichen Kreditpreis zu nennen. Denn nur so ist es Interessenten überhaupt möglich, anhand einer einheitlichen Basis einen Vergleich anzustellen und mehrere Angebote gegenüberzustellen. Der Effektivzins setzt sich unter anderem zusammen aus dem Nominalzins, möglichen Zinsvorauszahlungen, Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren sowie dem Tilgungssatz. Allerdings müssen Banken bei der Berechnung des effektiven Zinssatzes nicht alle Kosten berücksichtigen. Schätzkosten, die bei der Immobilienfinanzierung entstehen können, sind nicht Teil des Effektivzinses und müssen gesondert gezahlt werden.

Bonitätsunabhängige Kredit Zinsen

Der Zinssatz, der auf den Seiten der Banken und Vermittler genannt wird, steht in der Regel für die günstigste Variante – beispielsweise in der Form „ab 5,0 Prozent effektiv“. Welcher Zinssatz im Einzelfall nun genau berechnet wird, richtet sich bei den meisten Anbietern nach der Bonität des Kunden. Daher wird der Zins in solchen Fällen auch als bonitätsabhängig bezeichnet. Hinzu kommt, dass Kreditzinsen je nach Laufzeit variieren können. In dem Fall handelt es sich um laufzeitabhängige Zinsen. Wie sich der Zinssatz entsprechend unterschiedlich langer Laufzeiten entwickelt, listen die viele Kreditbanken auf ihren Internetseiten auf oder lässt sich anhand der Ergebnisse des Kreditrechners ablesen. Beim bonitätsabhängigen Zinssatz ist das nicht so einfach.

Persönliche und finanzielle Bonität

Grundsätzlich muss bei der Bonität zwischen der persönlichen und der finanziellen Bonität unterschieden werden. Die finanzielle Bonität ist sehr einfach zu definieren: Je mehr Geld monatlich zur freien Verfügung steht – also abzüglich der laufenden Verpflichtungen – und je höher das persönliche Vermögen ist, desto besser ist die finanzielle Bonität. Die persönliche Bonität hingegen ist ein kompliziertes Geflecht, das auf den Daten von Auskunfteien und damit hauptsächlich auf dem bisherigen Finanzverhalten beruht. Wer in der Vergangenheit einen Kredit aufgenommen und pünktlich zurückgezahlt hat, die Kreditkartenrechnung jeden Monat ausgleicht und auch sonst schuldenfrei geblieben ist, hat gemeinhin eine positive persönliche Bonität. Hat es allerdings schon einmal Schwierigkeiten gegeben, werten Banken und Kreditvermittler das als negativ.

Auswirkungen der Bonität auf den Kredit-Zinssatz

Sind persönliche und finanzielle Kreditwürdigkeit im grünen Bereich, macht sich das mit einem niedrigeren Zinssatz bemerkbar. Auf der anderen Seite müssen Kunden, deren Bonität als eher schlecht eingeschätzt wird, höhere Zinsen zahlen. Man könnte es auch als Risikozuschlag bezeichnen. Banken wollen sicher sein, dass sie ihr Geld vertragsgemäß zurückerhalten, und das Ausfallrisiko zu gering wie möglich halten. Je höher sie das Risiko einschätzen, abhängig von der Kreditwürdigkeit des Kunden, desto höher der Zins. Möglicherweise ist ein bonitätsunabhängiger Zinssatz dann erheblich günstiger. Deshalb ist ein Kreditvergleich ein absolutes Muss, um die besten Konditionen zu finden.