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Dispositionskredit

Ob die Bank zum kostenlosen Girokonto auch einen Dispositionskredit – oder kurz Dispokredit bzw. Dispo – einräumt, richtet sich nach der Bonität des Kunden. Grundvoraussetzung ist, dass kein negativer Eintrag bei der SCHUFA vorhanden ist. Ebenso wichtig ist vielen Kreditinstituten, dass ein regelmäßiger Geldeingang verzeichnet wird. Dabei handelt es sich in der Regel um das Einkommen, bei Arbeitern und Angestellten in Form des Lohns, bei Rentner als Altersbezüge und bei Studierenden gegebenenfalls als BAföG.

Wie hoch ist der Dispo?

Über die Höhe des Dispositionskredites entscheidet die Bank meist dann, wenn das erste Mal ein Gehalt oder ein anderer laufender Geldeingang verbucht wurde. Teilweise gilt von Anfang an ein Dispo über 500 Euro, der später auf Wunsch aufgestockt werden kann. Ganz grob lässt sich sagen, dass der Überziehungskredit rund zwei- bis dreimal so hoch ist wie das Gehalt. Diese Faustregel ist allerdings kein Muss, sondern nur ein Anhaltspunkt. Weitere Kriterien sind die bisherige Zahlungsmoral und die Kontoentwicklung des Kunden. Banken achten inzwischen sehr genau darauf, wem sie in welcher Höhe ein Darlehen einräumen. Schließlich ist ein Dispositionskredit nichts anderes als ein unbefristetes Darlehen, das sich in einem fest umrissenen Rahmen bewegt. Entsprechend hoch sind auch die Zinsen für einen Dispositionskredit. Über längere Zeit sollte man ihn daher nicht in Anspruch nehmen.

Wann ist der Dispositionskredit hilfreich?

Sinnvoll ist der Dispositionskredit nur, wenn es darum geht, kurzfristig einen Engpass zu überbrücken. Die Betonung liegt dabei auf kurzfristig. In dem Fall ist der Dispokredit die einfachste Lösung. Wenn jedoch von vornherein feststeht, dass es länger dauert, das Konto auszugleichen, ist ein Ratenkredit die bessere Wahl. Die Zinsen sind deutlich niedriger. Damit entstehen auch weniger Kosten. Ein Rahmen- oder Abrufkredit wäre ebenfalls eine Alternative zum Dispo. Der Vorteil beim Abrufkredit: Es gibt keinen festen Betrag, der aufgenommen werden muss, sondern einen Rahmen, innerhalb dessen man sich bewegen kann. Feste Laufzeiten müssen dabei nicht eingehalten werden. Hier gilt allerdings auch: Man sollte ihn nicht zu lange nutzen, um die Kosten in Grenzen zu halten.