DAB Bank
Bank of Scotland
Zinserträge, die bei der nächsten Zinsgutschrift ebenfalls verzinst werden, werden als Zinseszinsen bezeichnet. Sie sind es, die ein Tagesgeldkonto so interessant machen. Denn je länger man sein Kapital anlegt, desto schneller wächst das Guthaben dank der Zinseszinsen. Das lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären.
Bei einem Guthaben von 100 Euro und einem Zinssatz von 3,0 Prozent pro Jahr, werden nach Ablauf von zwölf Monaten 3,00 Euro Zinsen gutgeschrieben. Verbleibt das gesamte Kapital ein weiteres Jahr auf dem Tagesgeldkonto, werden die nun 103 Euro erneut mit 3,0 Prozent verzinst (sofern der Zinssatz sich nicht geändert hat). Daraus ergibt sich ein Zinsgewinn 3,09 Euro, wovon 0,09 Euro Zinseszinsen sind.
Je öfter die Zinsen gutgeschrieben werden, also zwölf Mal bei einer monatlichen Verzinsung bzw. vier Mal bei einer vierteljährlichen Verzinsung, desto deutlicher macht sich der Zinseszinseffekt bemerkbar. Bei einem Guthaben von 1.000 Euro, 3,0 Prozent Zinsen pro Jahr und einer monatlichen Verzinsung ergibt sich folgende Entwicklung:
| Zeitraum | Guthaben |
| 1. Monat | 1.002,50 Euro |
| 2. Monat | 1.005,01 Euro |
| 3. Monat | 1.007,52 Euro |
| 4. Monat | 1.010,04 Euro |
| 5. Monat | 1.012,56 Euro |
| 6. Monat | 1.015,09 Euro |
| 7. Monat | 1.017,63 Euro |
| 8. Monat | 1.020,18 Euro |
| 9. Monat | 1.022,73 Euro |
| 10. Monat | 1.025,28 Euro |
| 11. Monat | 1.027,85 Euro |
| 12. Monat | 1.030,42 Euro |
| Angaben ohne Gewähr | |
Durch die monatliche Verzinsung und die daraus resultierenden Zinseszinsen erhält man in diesem Beispiel im Vergleich zur jährlichen Variante nach Ablauf von zwölf Monaten 0,42 Euro mehr. Bei höheren Anlagebeträgen fällt die Differenz entsprechend deutlicher aus.