DAB Bank
Bank of Scotland
Tagesgeld ist vor allem wegen der im Vergleich zum Sparbuch wesentlich höheren Zinsen so beliebt. Für eine gute Rendite kommt es jedoch nicht ausschließlich auf den Zinssatz an, mit dem geworben wird, sondern auch auf die Details. Jemand, dessen Guthaben mit 4,0 Prozent bei jährlicher Gutschrift der Zinsen vergütet wird, erhält unter dem Strich weniger als jemand, der sich für ein Konto mit ebenfalls 4,0 Prozent, dafür aber mit einer monatlichen Zinsgutschrift entschieden hat. Das liegt schlichtweg am Zinseszinseffekt, der beim monatlichen Turnus besonders deutlich wird.
Unterschiede gibt es auch bei der Anlagesumme, für die der Zinssatz gilt. Zum Teil wird eine Grenze gezogen, der so genannte Maximalanlagebetrag. Bei Kunden, die mehr Geld anlegen, wird das Guthaben oberhalb dieser Summe anders verzinst. Einige Banken arbeiten dabei mit einer Staffelung. Der Zinssatz orientiert sich dann am Anlagebetrag und steigt oder sinkt entsprechend des eingezahlten Kapitals. Hinzu kommt, dass bei Tagesgeldzinsen häufig zwischen Neu- und Bestandskunden differenziert wird. Neue Kunden erhalten für einen Zeitraum von beispielsweise sechs Monaten häufig einen höheren Zinssatz. Hin und wieder bieten Banken auch mehr, wenn Kunden „frisches“ Geld einzahlen. Optimal ist es, wenn alle Kunden gleich behandelt werden und der Zinssatz für jeden Anlagebetrag gilt.
Wie die Tagesgeldzinsen sich entwickeln, hängt in erster Linie von der wirtschaftlichen Situation ab. Ausschlaggeben ist hierbei der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). In Krisenzeiten senkt sie den Zins, um die Wirtschaft anzukurbeln. Dementsprechend fallen auch die Zinsen für Anlagen für Tagesgeld und Festgeld. Lediglich Kredite werden durch einen niedrigeren Leitzins günstiger.